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Was Planungssoftware im Einpersonenbüro wirklich kostet

Was kostet Ihre Planungssoftware im Jahr? Rechnen Sie Lizenz, zusätzliche Anschaffungen und eigene Zeit zusammen. Ein Beispiel in US-Dollar zeigt, wann sich ein höherer Preis lohnen kann.

Ein Arbeitsplatz mit einem großen Monitor, der einen echten 2D-Grundriss in Dravit zeigt, sowie Tastatur, Maus und Projektunterlagen auf dem Schreibtisch.

Ein Arbeitsplatz für die Planung mit einem echten Dravit-Screenshot eines 2D-Grundrisses. Die Umgebung wurde mit KI erzeugt.

Wer allein arbeitet, bezahlt Planungssoftware mit Geld und eigener Zeit. Zur Lizenz kommen die Einarbeitung und die Vorbereitung der Dateien für Auftraggeber. Ein niedriger Abopreis verliert seinen Reiz, wenn vor jedem Versand eine Stunde für Korrekturen am Planlayout nötig ist. Ein teureres Programm lohnt sich wiederum nur, wenn Sie seine Möglichkeiten tatsächlich nutzen.

Vergleichen Sie deshalb die Ausgaben für ein Jahr und die Stunden, die Sie für Einarbeitung, Einrichtung und dieselben Aufgaben benötigen. Nehmen Sie Ihre üblichen Aufträge als Grundlage.

Vor dem Kauf eine vertraute Aufgabe ausprobieren

Öffnen Sie ein kleines Projekt, das Ihrer üblichen Arbeit entspricht. Nehmen Sie eine Änderung vor, stellen Sie die Pläne zusammen und exportieren Sie sie im benötigten Format. Öffnen Sie die exportierten Dateien und prüfen Sie Maße, Beschriftungen und Blattaufteilung. Braucht ein Kollege bearbeitbare Dateien, bitten Sie ihn, eine Beispieldatei zu öffnen und zu ändern.

Testen Sie auf Ihrem eigenen Computer und, falls nötig, mit Ihrer üblichen Internetverbindung. So sehen Sie, ob Sie die Aufgabe abschließen können und was Sie zusätzlich kaufen müssten.

Addieren Sie Jahreslizenz, notwendige Erweiterungen, weitere Programme, Schulungen und eine mögliche Aufrüstung des Computers. Berücksichtigen Sie auch Speicherplatz, Datensicherung und Support, soweit sich diese Kosten zwischen den Varianten unterscheiden. Prüfen Sie die enthaltenen Funktionen, die gewerbliche Nutzung und ob Sie Projekte nach einer Kündigung noch öffnen oder exportieren können.

Einarbeitung und laufende Arbeit getrennt messen

Befehle lernen und Planvorlagen einrichten fällt am Anfang an. Dateien exportieren, das Layout korrigieren und die fertigen Pläne prüfen müssen Sie vor jedem Versand. Notieren Sie beim Test die Zeiten für beides. Auch Ihre Erfahrung zählt: Bei einem vertrauten Programm brauchen Sie womöglich kaum Einarbeitung.

Ein „Plansatz“ bezeichnet im folgenden Beispiel die Pläne für einen einzelnen Versand an den Auftraggeber. Im Laufe eines Projekts können mehrere solcher Sendungen nötig sein. Wir erfassen zunächst Einarbeitung und Einrichtung, dann den zusätzlichen Aufwand für Layout, Export und Prüfung jedes Plansatzes. Die eigentliche Planung dauert in unserer Annahme bei beiden Varianten gleich lang und bleibt hier unberücksichtigt.

Als Grundlage dienen zwei reale Listenpreise für Jahreslizenzen einer Zeichensoftware: 299 $ und 599 $, geprüft am 3. November 2026. Alle Beträge sind US-Dollar. Es sind reguläre Preise ohne zeitlich begrenzte Rabatte, keine Dravit-Tarife. Der Endbetrag beim Kauf kann je nach Region, Steuern und aktuellem Angebot abweichen.

Die folgenden Stunden sind Annahmen für das Rechenbeispiel, keine gemessenen Arbeitszeiten mit den betreffenden Produkten. Nehmen wir an, beide Varianten liefern die benötigten Dateien auf Ihrem vorhandenen Computer, ohne weitere Anschaffungen:

  • Variante A: 299 $ im Jahr, 5 Stunden für Einarbeitung und Einrichtung, danach 1 Stunde, um jeden Plansatz für den Versand vorzubereiten.

  • Variante B: 599 $ im Jahr, 10 Stunden für Einarbeitung und Einrichtung, danach 15 Minuten je Plansatz.

Für 20 Plansätze benötigt A insgesamt 5 + 20 × 1 = 25 Stunden. Bei B sind es 10 + 20 × 0,25 = 15 Stunden. B braucht in diesem Beispiel anfangs mehr Zeit, spart über das Jahr aber 10 Stunden.

Zeit für 20 Plansätze: Variante 1 benötigt 5 Stunden Einarbeitung und Einrichtung plus 20 Stunden Dateivorbereitung, insgesamt 25. Variante 2 benötigt 10 plus 5 Stunden, insgesamt 15. Die Zeiten sind Beispielannahmen.

Einarbeitung, Einrichtung und Dateivorbereitung für 20 Plansätze. 1 = Variante A; 2 = Variante B. Beispielzeiten ohne die eigentliche Planungsarbeit.

Den eigenen Stunden einen Wert geben

Legen Sie fest, wie viel Ihnen eine Stunde Ihrer Zeit für diesen Vergleich wert ist. Als Orientierung dient der vom U.S. Bureau of Labor Statistics für Mai 2025 ermittelte Medianstundenlohn von Architekten: 47,73 $. Wir runden auf 48 $ je Stunde. Der Wert gilt für angestellte Architekten, ohne Landschafts- und Schiffsarchitekten. Er ist weder ein Honorar für Selbstständige noch ein vollständiger Bürokostensatz. Setzen Sie für Ihre eigene Rechnung einen passenden Stundenwert ein.

Multiplizieren Sie die Stunden mit 48 $ und addieren Sie die Jahreslizenz:

  • 20 Plansätze, Variante A: 299 $ + 25 × 48 $ = 1.499 $.

  • 20 Plansätze, Variante B: 599 $ + 15 × 48 $ = 1.319 $.

Mit dem Wert Ihrer Zeit liegt B um 180 $ niedriger. Für die Lizenz zahlen Sie trotzdem 300 $ mehr. Dafür bleiben Ihnen 10 Stunden für andere Arbeit oder Freizeit.

Bei nur 4 Plansätzen im Jahr kehrt sich das Ergebnis um. A benötigt 9 Stunden und kommt einschließlich Zeit auf 731 $, B benötigt 11 Stunden und kommt auf 1.127 $. Bei 15 Plansätzen sind beide Summen mit 1.259 $ gleich. Ab dem 16. Plansatz ist B unter diesen Annahmen günstiger.

Lizenz plus Zeit zu 48 US-Dollar je Stunde: Bei 4 Plansätzen ergeben sich für Variante 1 insgesamt 731 Dollar und für Variante 2 insgesamt 1127 Dollar. Bei 20 Plansätzen sind es 1499 und 1319 Dollar. Die Lizenzen kosten 299 und 599 Dollar; die Zeiten sind Beispielannahmen.

Jahreslizenz plus eigene Zeit zu 48 $ je Stunde: oben 4 Plansätze, unten 20. 1 = Variante A; 2 = Variante B. Alle Beträge in US-Dollar; die Stunden sind Beispielannahmen.

Rechnen Sie mit den Zeiten aus Ihrem eigenen Test für zwei Fälle: wenige und viele Aufträge im Jahr. Ändern schon wenige Stunden das Ergebnis, probieren Sie vor dem Jahresabo eine weitere typische Aufgabe aus.

Zahlungstermine und das zweite Jahr prüfen

Notieren Sie, wann jede Rechnung fällig wird. Bei einem Abo mit beworbenem Monatspreis kann der gesamte Jahresbetrag im Voraus zu zahlen sein. Tragen Sie auch einen Computerkauf in dem Monat ein, in dem Sie ihn bezahlen müssten. Verwenden Sie für beide Varianten dieselbe Währung und berücksichtigen Sie Steuern einheitlich.

Berechnen Sie anschließend das zweite Jahr. Vorlagen lassen sich wiederverwenden, und die Einarbeitung kann kürzer ausfallen. Aboverlängerung und Dateivorbereitung bleiben jedoch bestehen. Prüfen Sie den Preis bei der Verlängerung, besonders nach einem vergünstigten ersten Jahr.

Halten Sie auf einer Seite fest: jährliche Zahlungen, Stunden für Einarbeitung und Einrichtung, Zeit je Plansatz und die erwartete Anzahl der Plansätze. Wählen Sie ein Programm, das Ihre Aufgaben bewältigt, in Ihr Budget passt und häufige Arbeiten erleichtert. Wenn Sie zugleich von einzelnen Zeichnungen zu einem Modell wechseln, erproben Sie den Wechsel zunächst an einem kleinen Projekt bis zu den fertigen Plänen.

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